Nov 132020
 

In diesem Jahr feiert die Horrorfilmreihe Freitag, der 13. ihren 40. Geburtstag. Und heute ist Freitag, der 13. Da kucken wir uns doch mal die frühesten Comics mit Jason Voorhees an.

Im Sommer 1993 veröffentlichte Topps Comics, ein Ableger des Trading-Cards-Verlages, die dreiteilige Miniserie Jason Goes To Hell, die von Andy Mangels geschrieben und von Cynthia Martin und Bobby Rubio gezeichnet worden ist. Wie bei so vielen Filmadaptionen ist auch diese sehr schlecht geworden. Interessant ist sie überhaupt nur, weil sie anhand des Shooting Scripts entstand und Szenen beinhaltet, die dem Endschnitt zum Opfer fielen. So sieht man hier mehr von Agent Marcus und erhält zusätzliche Dialoge von Creighton Duke. Außerdem gibt es mit Vickis Freund David eine Figur, die im Film nicht auftaucht und deren Kopf von Jason zerquetscht wird. Am Ende wird Jason von Dämonen in die Hölle gezogen.

Da Topps schon die Rechte an Jason hatte, bot es sich an, ihn ein Cameo in der vierten Ausgabe der Miniserie Satan’s Six erleben zu lassen. Diese Serie war Teil des auf den Arbeiten von Jack Kirby basierenden Kirbyverse, das Topps seinerzeit auf den Markt gebracht hatte. In dieser Ausgabe ist Jason nur auf vier Seiten dabei und man sieht, wie er durch den Limbo gerissen wird, nachdem ihn die Hölle selbst im Finale des neunten Films verschluckt hat. Geschrieben wurde der Comic von Tony Isabella und gezeichnet von John Cleary. Das Heft selbst ist nicht besonders gut und daher allenfalls Komplettisten zu empfehlen.

Das Highlight von Jasons Comic-Abenteuern kam jedoch 1995, als Topps die dreiteilige Miniserie Jason vs. Leatherface veröffentlichte. Geschrieben wurde die Serie von der Romanautorin Nancy Collins, die mit Titeln wie den Sonja-Blue-Büchern oder Wildes Blut auch deutschen Lesern keine Unbekannte ist. Die Zeichnungen übernahm Jeff Butler, die exzellenten Cover stammen von Simon Bisley.

Erzählt wird davon, wie der Crystal Lake trockengelegt wird, um dort einen Bürokomplex bauen zu können. Unter all dem Zeug, das man bei der Trockenlegung wegschafft, befindet sich auch Jason. Er entkommt und findet irgendwie zur Familie Sawyer. In der kannibalistischen Familie nimmt man Jason gerne auf, doch da die Art, wie der Hitchhiker ihn behandelt, ihn an seinen schlimmen Vater erinnert, kommt es zu Konflikten. Dabei träumt Jason auch vom Ertrinken und seiner Mutter. Der Hauptevent, der Kampf zwischen Jason und Leatherface, findet im dritten Heft statt.

Diese Geschichte ist natürlich nicht Kanon – dafür sorgen schon Details wie der falsche Vorname von Mrs. Voorhees –, aber sie ist außergewöhnlich unterhaltsam und bietet genau das, was man von einem Treffen dieser Art erwartet. Damit ist dies der legitime Vorgänger von Freddy vs. Jason und lässt einen im Endeffekt wünschen, auch dieses Match auf der großen Leinwand erleben zu können.

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