Nov 072020
 

Auf das klassische ZACK blickt man gerne nostalgisch zurück – und das umso mehr, da die alten Helden von damals noch immer Abenteuer erleben. Oder aber in mustergültigen Neu-Editionen verlegt werden. An vorderster Front ist hier der All Verlag, der demnächst auch DANI FUTURO startet. Schon am Laufen sind BRUNO BRAZIL und LUC ORIENT. Von Bruno sind das siebte und achte Abenteuer erschienen.

In „Kaimane im Reisfeld“ sucht das Team nach einer japanischen Wunderwaffe, die in Thailand verborgen ist und eine globale Bedrohung darstellt. In „Sturm über den Aleuten“ muss das Team sich bewähren, erhält Zuwachs und soll einem Menschenschmugglerring das Handwerk legen. Das Beeindruckende an der Serie ist ihr Mut, denn im siebten Album stirbt einer der Kaimane. Darum braucht es im achten einen Neuzugang. Louis Albert agiert in seiner Erzählweise kühn, er schüttelt den Status Quo durch und macht BRUNO BRAZIL damit zu einer Serie der konstanten Weiterentwicklung. Etwas, das bei fortlaufenden Serien nach Finden der Erfolgsformel eher selten ist.

Bei LUC ORIENT 5 gibt es den Abschluss des Terango-Zyklus, der ein früher Höhepunkt der von Greg und Eddy Paape gestalteten Science-Fiction-Serie. Im Gegensatz übrigens zur alten Gesamtausgabe von Egmont sind hier die Farben sehr viel schöner.

Salleck hat mit BUCK DANNY 49 eine weitere Lücke geschlossen und präsentiert das in Frankreich erstmals im Jahr 2015 präsentierte Album der hiesigen Leserschaft. Damit ist man fast aktuell, da nur noch ein Album fehlt.

Die BLUEBERRY COLLECTOR’S EDITION 4 präsentiert einige der beliebtesten Abenteuer der Reihe. „General Gelbhaar“ ist eine im Winter spielende Geschichte, deren unsympathische Hauptfigur General Custer nachempfunden ist, danach folgt ein Zweiteiler, der Blueberry als Marshall zeigt: „Die vergessene Goldmine“ und „Das Gespenst mit den goldenen Kugeln“. Jean-Michel Charlier hat die Serie hier reifer werden lassen und präsentiert Western, die eher an die italienische, denn die amerikanische Machart erinnern. Jean Girauds Zeichnungen sind genial, detailliert, fast schon wie ein Standbildgewordener Kinofilm. Wie immer gibt es ausreichend redaktionelles Material, darunter auch über die deutsche Publikationshistorie.

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