Mai 032019
 

Im Verlauf von mehr als zwei Jahren produziert, ist die Dokumentation LIFE AFTER FLASH eine Liebeserklärung an den Film FLASH GORDON aus den 1980er Jahren. Er konzentriert sich vor allem auf Sam J. Jones, der als Flash Gordon damals seine ganz große Chance erhielt, sie aber vermasselte. Weil er sich schon wie ein Star gebärdete, obwohl er nur ein Anfänger war. Die Geschichten, die über ihn erzählt werden, sind nicht schmeichelhaft.

Das weiß auch Jones, der als Produzent für LIFE AFTER FLASH mitfungierte. Er kann zurückblicken auf sein Leben und zugeben, wo es entgleiste. Und vor allem: Warum es das tat. Weil er in sich gegangen ist und aufhörte, anderen die Schuld daran zu geben. Es waren seine eigenen Fehler, die dazu führten, dass seine Karriere entgleiste. Zum Ende der 1980er Jahre erhielt er dann wieder Chancen, zu Beginn der 1990er Jahre war seine Karriere aber weitestgehend vorbei.

Der Film zeigt, dass man sich auch nicht scheuen darf, einen Traum aufzugeben und in der Realität anzukommen. Jones begann im Alter von 50 Jahren eine neue Karriere als Sicherheitsmann. Er war in jungen Jahren ein US-Marine und damit hatte er an Ausbildung, was vonnöten war. Mit TED kehrte er jedoch zum Filmgeschäft zurück, weil es Seth McFarlane war, der FLASH GORDON zelebrieren wollte. Zugleich ist Jones jemand, der auf Cons sehr aktiv ist und sich – natürlich – bezahlen lässt, aber auch bis zum Schluss für die Fans da ist und sich nicht an vorgegebene Zeiten hält.

LIFE AFTER FLASH befasst sich aber nicht nur mit Jones, auch das weitere Leben einiger seiner Kollegen wie Melody Anderson, Brian Blessed, Peter Wyngarde, Topol, Richard O’Brien und anderen wird gezeigt. Zudem kommen verschiedene Filmemacher wie Robert Rodriguez, aber auch Fans zu Wort und erklären, was ihnen FLASH GORDON bedeutet.

Die Dokumentation schafft es auch, Einblicke in die Produktion des Films zu geben, inklusive der Probleme, die damit einhergingen. Dabei gibt es einiges an Trivia, die nicht gar so bekannt ist. Etwa die Erklärung von Regisseur Mike Hodges, die ihm Dino De Laurentiis gegeben hatte, als er fragte, wieso er ihn für den Film ausgefällt hat. Er sagte: „Mike, ich mag dein Gesicht.“

LIFE AFTER FLASH ist eine sehr schöne Dokumentation, vor allem, aber nicht nur für Fans des Films, der in den letzten fast 40 Jahren exzellent gealtert ist. Schade nur, dass nicht jeder auf diesen Film so gut zurückblickt. Timothy Dalton war offenkundig nicht für ein Interview bereit. Aber dafür hat man Brian Blessed. Und seinen Ausruf „Gordon’s Alive!“, den sogar die Queen sehr zu schätzen weiß …

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(required)

(required)