Apr 242019
 

Mit AVENGERS: ENDGAME geht eine Ära zu Ende, auch wenn Kevin Feige erklärte, dass der kommende SPIDER-MAN: FAR FROM HOME technisch noch zu Phase 3 gehört, aber mit diesem Film nun kumuliert alles, worauf Marvel Studios seit mehr als zehn Jahren hingearbeitet hat.

Die Helden wurden besiegt. Thanos hat das halbe Leben im Universum ausgelöscht, was nicht nur auf der Erde zu immensen Verwerfungen geführt hat. Die Avengers wurden in ihren Grundfesten erschüttert, aber mit der Ankunft von Captain Marvel schöpft man neue Hoffnung. Man sucht nach Thanos, um ungeschehen zu machen, was er angerichtet hat. Doch Thanos hat die Infinity-Steine vernichtet. Das Leben ist nun, wie es ist. Bis Jahre später ein neuer Hoffnungsschimmer glimmt.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Nebula (Karen Gillan)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

Das ist das Geniale an diesem Film. Er zeigt die überlebenden Helden in ihren verletzlichsten Momenten, als sie akzeptiert haben, dass alles verloren ist. Die Melancholie, die sich im Trailer so schön zeigte, wird hier voll ausgespielt. Vor allem überzeugt AVENGERS: ENDGAME aber, weil er in eine andere Richtung geht, als man denken würde. Es ist keine geradlinige Geschichte, bei der es nur um den nachgeholten Sieg geht, sondern sie ist weit vielschichtiger, weil sie auch in die Frühzeit des Marvel Cinematic Universe zurückführt. Denn der Sieg über Thanos hat auch mit Zeitreisen zu tun, und die führen zu Schlüsselmomenten früherer Filme.

Die emotionalen Beats dieses Films stimmen alle. Sie harmonieren perfekt mit dem Humor, aber auch mit der immensen Dramatik, die sich über die epische Laufzeit von drei Stunden immer mehr aufbaut. Es ist grandios, wie die Russo-Brüder es geschafft haben, hier allen Figuren gerecht zu werden – und das bei einem Ensemble, das immens groß ist. Auch in der Beziehung ist dies der Höhepunkt des bisherigen Marvel-Universum, weil es kaum eine Figur gibt, die in diesem Film nicht ihren Auftritt hat, und sei es nur für ein paar Sekunden.

Für Comic-Fans gibt es hier reichlich Momente, die an große Ereignisse in den Comics erinnern. Keiner ist dabei wohl größer, als die Beantwortung der Frage, wer Thors Hammer (auch) würdig ist. Dies ist eine Szene, bei der Fans ein Schauer über den Rücken läuft, und das inmitten einer Szenerie, die an Epik ohnehin schon nicht arm ist.

Der Film gönnt jeder Figur, vor allem den Großen, einen tollen Abschied. Das Ende kommt mit Epilog über Epilog daher, mit dem elf Jahre MCU eine Form von Abschluss erleben, aber auch eine neue Ära eingeleitet wird. Das zeigt sich dann auch dadurch, dass es hier erstmals etwas gibt, was bei Filmen des Marvel Studios nie zuvor gewesen ist: Der Nachspann kommt ohne eine eigene Sequenz aus.

  One Response to “Kritik zu AVENGERS: ENDGAME”

  1. Oh mein Gott, was ist das nur für ein Schrottfilm.
    Extrem laaaangatmig, ideenlos, ein verfetteter Thor… Ich wünschte ich könnte in die Vergangenheit reisen und diesen Avenger Teil ungeschehen machen. Eine Verkürzung auf 90 min. hätte das Elend zumindest etwas gemindert.
    Ganz schlimm…

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