Mai 172018
 

MYRE 1 (19,80 Euro) ist das Debüt der deutschen Künstlerin Claudya Schmidt und eine Fantasygeschichte, die sich mit ihren anthropomorphen Figuren zwar in bekanntem Terrain bewegt, mit der Quest der Heldin, die die Geheimnisse ihrer Heimat aufdecken will, aber prächtig gestaltet ist.

Die Zeichnungen sind herausragend und illustrieren eine detailreich und liebevoll gestaltete Welt, die an große Klassiker erinnert.

Mit LANFEUST VON TROY 1 (15,80 Euro) startet Splitter einen Fantasy-Klassiker neu. Es ist humorige, flotte Abenteuerkost aus der Welt Troy, in der jeder Mensch eine besondere Gabe hat. Lanfeust kann mittels Gedanken Metall schmelzen lassen. Das hilft, wenn man sich – es ist eben Fantasy! – auf eine Quest begeben muss. Vor drei Jahrzehnten war das noch etwas frischer, aber amüsant ist diese komische und abenteuerliche Serie, von der mehr als 25 Bände kommen, auch heute noch.

ELVIS (20,– Euro) ist eine Comic-Biographie des Kings, die auf Sprechblasen verzichtet, aber dafür längere Texte hat. Die Zeichnungen sind gut, wirken teils aber fragmentarisch und setzen von der Perspektive häufig darauf, den King ganz groß von vorne zu zeigen. Immerhin ist die Ähnlichkeit frappierend, im Grunde ist dieses Buch aber nur etwas für harte Elvis-Fans.

THE LONG AND WINDING ROAD (29,– Euro) ist die Geschichte eines Sohnes, der den letzten Willen seines toten Vaters erfüllt und dessen Asche zur Isle of Wight bringt, wo dieser einst einem legendären Rockkonzert beiwohnte. Begleitet wird der junge Mann von den alten, verrückten Freunden seines Vaters – und jeder Menge klassischer Musik. Kein Road Movie, sondern ein Road Comic, der vom Erwachsenwerden und vom Abschiednehmen erzählt, unterlegt mit einer Setlist, die sich sehen lassen kann und aus 45 ganz, ganz großen Songs besteht.

ALIENS: DEFIANCE 1 (18,– Euro) erzählt von Private Hendricks, die zusammen mit einigen Cyborgs einen verlassenen Schlepper entdeckt – und darin eine besonders heimtückische Alien-Spezies vorfindet. Erfolgsautor Brian Wood, dessen BRIGGS‘ LAND gerade als TV-Serie umgesetzt wird, hat eine intensive Alien-Geschichte entwickelt, die wie ein Amalgam aus den ersten beiden Filmen anmutet und das Beste von diesen miteinander kombiniert. Unterstützt wird er dabei von realistischen Zeichnungen, die sehr viel Flair haben.

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