Feb 142018
 

Im Jahr 2003 publizierte Dark Horse einen One-Shot mit einer Valentinstagsgeschichte. In Deutschland erschien sie zwei Jahre später in „Star Wars Sonderband 25“. Es gibt zwei Titel für diese Geschichte. Auf dem Cover prangt „A Valentine Story“, im Innenteil wird sie als „Breaking the Ice“ geführt. Die Geschichte ist dazu da, ein paar Lücken aufzufüllen. Sie treibt die Beziehung zwischen Han und Leia voran, die sich hier noch immer herrlich streiten, aber eben auch ihr Herz füreinander entdecken.

Das Rebellenhauptquartier auf Hoth wird errichtet, der Umzug ist in vollem Gange. Zwei Schiffe müssen hintransportiert werden. Han und Chewie melden sich freiwillig, Leia besteht aber mitzufliegen. So sind Han und Leia in dem einen, Chewie im anderen Schiff. Auf Hoth kommt es zu Schwierigkeiten. Hans Schiff stürzt ab, wobei er sich sicher ist, dass auch Chewie es nicht geschafft hat. Er macht sich Vorwürfe und will seinen Freund retten, doch zu Fuß ist das unmöglich. Leia erkennt, dass Han die meiste Zeit eine Fassade aufrecht erhält. Er ist nicht der Pirat, Schmuggler und Söldner, als der er sich gerne gibt. Er ist ein Mann, dem andere wichtig sind.

Autor Judd Winick versteht es hervorragend, Dialoge einzufangen, wie sie nur Han Solo aufsagen kann. Die Variationen dessen, wie er die Prinzessin tituliert, sind einfach amüsant. Es ist eine kleine, fast intime Geschichte, die hier erzählt wird. Sie illustriert im Grunde auch, dass drei Jahre, die zwischen der Schlacht von Yavin und der Etablierung der Basis auf Hoth vergangen sind, eigentlich eine viel zu lange Zeit sind. Die Beziehung von Han und Leia müsste an einem ganz anderen Punkt sein, über die Jahre hätten sie schon weit freundschaftlicher werden müssen. Im Endeffekt müsste man eigentlich davon ausgehen, dass zwischen „Episode IV“ und „Episode V“ nicht so viel Zeit vergangen ist.

Zeichner ist Paul Chadwick, der mit seiner Schöpfung „Concrete“ erfolgreich geworden ist. Seine Zeichnungen hier sind durchwachsen. Mal ähneln die Figuren Harrison Ford und Carrie Fisher, häufig aber auch nicht. Autor Judd Winick war damals auf dem Zenit seines Schaffens. Er war ein Star-Autor von DC, ist heutzutage aber etwas verschwunden.

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