Sep 032017
 

EC Comics steht eigentlich für Entertaining Comics, wurde jedoch als Educational Comics von Max Gaines gegründet. Der war ein echter Comic-Pionier und hatte in den 40er Jahren vor allem das Interesse, lehrreiche Stoffe in Comic-Form zu präsentieren, so etwa die Serie „Picture Stories from the Bible“.

Max Gaines starb im Jahr 1947 bei einem Bootsunfall, woraufhin sein Sohn William die Geschäfte übernahm. Der war gerade aus der Armee entlassen worden und hatte seinen Abschluss an der New York University gemacht. Eigentlich wollte er Chemielehrer werden, übernahm dann jedoch das Familiengeschäft. In den Jahren 1949 und 1950 baute William Gaines den Verlag gewaltig aus und startete neue Serien der Genres Horror, Science Fiction, Suspense, Crime und Krieg. Unterstützt wurde er dabei von den Redakteuren Al Feldstein und Harvey Kurtzman.

Mit seinen zahlreichen Serien hatte EC Comics einen durchschlagenden Erfolg. Sie waren in der Zeit der frühen 50er etwas ganz anderes als die Titel, die bei der Konkurrenz erschienen. Anders als bei der Konkurrenz ermutigte man Zeichner auch, ihre Arbeit zu signieren und einen ganz eigenen, erkennbaren Zeichenstil zu führen. Zudem stellte man den Lesern die Künstler auf den Seiten der einzelnen Veröffentlichungen genauer vor.

Neben „Tales from the Crypt“ gab es u.a. „The Vault of Horror“, „The Haunt of Fear“, „Frontline Combat“, „Two-Fisted Tales“,„Shock SuspenStories“,„Weird Science”, „Weird Fantasy” und später das noch heute erfolgreiche „Mad Magazine”.

Eine Spezialität der EC Comics war immer, dass selbst die Horrorgeschichten mit poetischer Gerechtigkeit agierten, d.h. die Bösen erhielten am Ende immer ihre gerechte Strafe, die in der Regel eine Art Spiegelung ihrer eigenen Taten war. Zudem überzeugten die EC Comics mehr als einmal dadurch, dass die Geschichten sehr überraschend endeten. Neben Adaptionen von Kurzgeschichten von Autoren wie Ray Bradbury gab es auch ganz eigene Geschichten. Und die Horrortitel lebten auch von ihren Gastgebern, dem Cryptkeeper, dem Vault Keeper und der alten Hexe.

Der größte Erfolg des Verlags war das „Mad Magazine“, das eigentlich nur aus einer Laune heraus entstand, aber seit 1952 das Satire-Magazin schlechthin ist. Und es überlebte gar den Verlag selbst. Heute wird das „Mad Magazine“ von DC Comics verlegt.

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(required)

(required)