Aug 222017
 

Die Comic-Abtenteuer von Perry Rhodan haben Charme, auf einen großen Kinofilm wartet man leider bis heute. Zumindest auf einen adäquaten, denn in den 1960er Jahren gab es schon ein mal eine Verfilmung: PERRY RHODAN – S.O.S. AUS DEM WELTALL ist eine deutsch-italienisch-spanische Ko-Produktion aus dem Jahr 1967, die von Primo Zeglio inszeniert wurde und in der der Kanadier Lang Jeffries die Titelrolle spielt.

Die Story: Astronauten reisen zum Mond, wo sie auf gestrandete Außerirdische treffen, die auf einer höheren Bewusstseinsebene sind, aber nach wie vor wie Menschen aussehen. Da ihr Oberhaupt krank ist, benötigen sie die Hilfe von Perry Rhodan und seinen Kollegen. Sie bringen den Anführer der Außerirdischen zur Erde, wo man ihn heilen soll. Als Dank erwartet man technische Errungenschaften der Außerirdischen. Doch auf der Erde werden Gangster auf die hochentwickelte Technik aufmerksam und wollen sie an sich bringen.

Die Story ist sehr einfach gestrickt und lässt jedwede Komplexität vermissen. Stattdessen setzt man auf ein vergleichsweise stumpfes Abenteuer, das das SF-Element immer weiter in den Hintergrund rückt, um stattdessen eine lahmarschige Gangster-Geschichte zu erzählen. Klar, das war günstig. Was macht man schließlich, wenn man SF, aber kaum Budget hat? Einfach: Aliens sehen wie Menschen aus und die Handlung muss schnellstmöglich auf die Erde verlagert werden. Damit lässt sich Kosten sparen!

So gibt sich dieser SF-Film wie Dutzende anderer Agenten-Heuler italienischer Machart, nur dass halt noch ein paar SF-Versatzstücke integriert wurden. Held Perry Rhodan ist so farblos, dass er verschwinden würde, stünde er vor einer weißen Wand. Selbst gegenüber seinen Kollegen tritt er nicht in den Vordergrund. Er macht und tut und werkt und kämpft, aber am Ende ist dieser Rhodan zumindest „mein Mann im All“ nicht. Der 60er-Jahre-Chic wirkt auch reichlich abgenutzt. Bauten eher mau, Schauspieler ziemlich trübe und eine Geschichte, die in jeder Sekunde schreit: „Ich bin unfreiwilliger Trash!“ Einzig die Effekte mit den Raumschiffen sind ganz gut gelungen, wenn man die Zeit der Entstehung berücksichtigt. Doch für den ersten (und einzigen!) Filmausflug von Perry Rhodan ist das schlichtweg zu wenig.

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