Jul 022017
 

Es vergingen 780 Jahre, bis das uns bekannte Alpha zu dem wurde, was es heute ist! Von Anfang an war die Stadt der tausend Planeten ein Projekt, welches die menschlichen Nationen zusammenschweißte. Ursprünglich war die Stadt ein Modul, in dem gerade einmal sechs Personen notdürftig leben konnten. Inzwischen hat Alpha einen Durchmesser von rund 20 Kilometern erreicht und dort leben schon fast 30 Millionen aus 3236 verschiedenen Arten, mit mehr als 500 Sprachen – die Computersprachen nicht mitgerechnet.

Von Jahr zu Jahr kommen immer mehr außerirdische Spezies dazu, die ihr Wissen sowie ihre Fähigkeiten miteinander teilen. Selbstverständlich entstehen, bei einer wachsenden und multikulturellen Stadt wie Alpha, aber auch durchaus Probleme. Darum ist es hier besonders wichtig, dass alle Arten zusammenhalten und sich unterstützen.

 

Alpha wächst kontinuierlich weiter. Insbesondere die Erfindung der Gravitationsturbine, welche künstliche Schwerkraft erzeugt, ermöglicht den Wissenschaftlern und Astronauten, sich effizienter zu bewegen. Im Jahre 2042 haben wir es geschafft, dass aus jedem Land auf der Erde ein Wissenschaftler in der Raumstation vertreten ist. Dies führte dazu, dass die internationale Raumstation Alpha zum Symbol des Friedens und des Teilens wurde. Wenige Jahre später wurden die ersten Touristen zugelassen und sogar Ausflüge auf den Mond angeboten. Auch die erste Polizei wurde eingesetzt.

2060 folgte die nächste wichtige Erfindung: der Kommunikationssatellit Omega. Das Ziel von Omega war es, Signale in den Weltraum zu schicken, um die Entdeckung neuer Planeten zu erleichtern und andere Lebensformen im Universum zu bestimmen. Jahrelang erkannte der Satellit nichts und schien versagt zu haben. Doch plötzlich, nach 39 Jahren, erreichten uns extraterrestrische Signale. Es dauerte vier Monate, bis wir mit den Kortan-Dahuk einen Übersetzer entwickelten, der uns ermöglichte, die ersten Worte in den jeweiligen Muttersprachen auszutauschen. Sie informierten uns über die Existenz von Luftlöchern, die verschiedene Punkte in der Galaxie verknüpfen. Durch dieses Wissen wurde unsere Reise erleichtert. Auch die Kortan Duhuks kamen durch ein solches Loch und dockten 90 Jahre später mit ihrem Mutterschiff Hach Baar an Alpha an.

Kortan Dahuks sind nomadische Außerirdische, die berühmt für Musik und Klänge sind. Sie erfanden „Klangskulpturen“ mit einer Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, wie Fernkommunikation, Heilung oder Raumfahrt. Die Schönheit der Klangskulpturen geht aus ihrer praktischen Kompetenz verbunden mit ihrer Musikalität hervor. Diese Charaktereigenschaft spiegelt sich in ihrer Gesellschaft wieder: In Stämmen organisiert, wählen die Kortan Dahuks ihre Führer nach der Breite ihres Klangspektrums und damit der Schönheit ihrer Klangskulptur aus. Sie glauben, dass alle lebenden oder materiellen Wesen im Universum einen besonderen Klang besitzen, der die Seele offenbart. So definieren sie Klangskulpturen. Unsere Klänge, die von Omega ausgingen, weckten so das Interesse der Kortan Dahuks.

30 Jahre später stießen wir auf die Poulong-Farmer (orig. Poulong farmers), deren Grundnahrungsmittel radioaktives Gestein ist. Diese speziellen Farmer sind berühmt dafür, die einzige Art im Universum zu sein, welche Gestein wachsen lassen kann, so wie andere Getreide anbauen. Die Ernte erfordert ihre ständige Aufmerksamkeit und eine hervorragende Koordination. Um die Produktivität zu steigern und das Fehlerrisiko zu reduzieren, erfanden sie den „Krikbang“, eine Art Computer, der alle Puolong-Farmer über transparente Röhren verbindet und die Aktivität jedes Arbeiters in den Unterwasserfeldern kontrolliert. Sie genießen ihr einfaches Leben und haben keinen Anführer.

Im Jahr 2203: Eine Mehrheit von Azin Mös teleportiert sich auf Alpha, das Symbol des universellen Friedens, mit der letzten Hoffnung, dass ihre Art dort überleben kann. Mit offenen Armen wird diese hochempfindliche Spezies mit der erstaunlichen Fähigkeit, jede menschliche oder tierische Zelle zu reproduzieren, begrüßt. Sie gelten als unvergleichbare Ärzte und spielen deshalb auf Alpha eine wichtige Rolle.

Viele Jahre sind vergangen, viele neue Arten leben in Alpha, viele Planeten wurden entdeckt und wir Menschen besiedelten einen Planeten, der reichliche Reserven an Mineralien und Rohstoffen hat. Auf Eden, so nennen wir ihn, leben wir friedlich und behandeln die Umwelt respektvoll. Eines Tages erschien ein geheimnisvolles U-förmiges Raumfahrzeug, das unerreichbar schien. 20 Jahre flog es über Eden, jeglicher Kontaktversuch blieb zwecklos. Als die sogenannten U’s plötzlich ein Handelsschiff angriffen, folgte der Gegenangriff. Die Situation wurde ernster und eine offizielle Kriegserklärung ausgesprochen. Mit Hilfe der vielen verschiedenen Arten in Alpha vertrieben wir die U’s. Zahlreiche Verbündete starben an diesem Tag. Seit diesem Ereignis nennen wir ihn den „Tag der Millionen Seelen“. Von den U’s haben wir nie wieder etwas gehör oder gesehen.

Mittlerweile befinden wir uns im Jahre 2740. Wir dürfen seit fünf Jahren aufgrund radioaktiver Strahlen nicht mehr das Zentrum von Alpha betreten. Gerüchten zufolge soll das die Rache der U’s sein…

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