Sep 092016
 

Damit wurde es in unseren Breiten lange still um „Star Trek“. Erst als im Jahr 1989 der fünfte Film in die Kinos kam, wagte sich der Norbert Hethke-Verlag an den Stoff. Damals versuchte sich Hethke an den DC-Helden, hatte aber mit seinen überteuerten Alben keinen anhaltenden Erfolg. Gleichzeitig mit „Star Trek“ wurde auch „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ gestartet. Während „Star Trek“ mit der Filmadaption begann und dann chronologisch die zweite DC-Serie aufarbeitete, gab es bei „The Next Generation“ zuerst die Miniserie und dann noch ein Album mit den ersten beiden Heften der fortlaufenden Serie. Und dann war praktisch auch schon wieder Schluss mit lustig. Als Nachzügler gab es 1991 noch das Hardcoveralbum „Raumschiff Enterprise“, das die ersten beiden Hefte der populären „Mirror Universe Saga“ enthielt, aber aufgrund des enorm hohen Preises griff ohnehin kaum jemand zu.

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Anfang der 90er wurde „Star Trek“ auch in unseren Breiten zunehmend beliebter, was vor allem damit zusammenhing, dass brandneue Folgen von „Star Trek – The Next Generation“ über Monate auf Sat 1 zu sehen waren. Darum meldete sich Condor wieder zurück. Nachdem man kurz zuvor die Adaption des sechsten Filmes gebracht hatte, begann man nun mit „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“, aber auch diese billige Heftserie schaffte es nur auf sechs Ausgaben bevor das Ende kam.

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Mit Aufleben des Albenbooms, bei dem viel US-Material in Form von Tradepaperbacks teuer an den Mann gebracht wurde, sah Carlsen die Zeit für gekommen, sich um „Star Trek“ zu kümmern. Mit der schlicht „Star Trek“ getitelten Tradepaperbackserie erwies sich der Verlag noch am erfolgreichsten. Bei immerhin 14 Bänden wurde zwar querbeet durch alle US-Serien und Einzelhefte veröffentlicht, aber die Aufmachung, wenngleich nicht der hohe Preis, konnten sich schon sehen lassen, wobei diese Ausgaben sicherlich zu den schönsten deutschen „Star Trek“-Veröffentlichungen gehören. Da wollte Ehapa freilich nicht zurückstecken – immerhin hatte man seinerzeit in der Reihe „Ehapa Film Album“ schon die Adaption zum dritten Film veröffentlicht – und begann seine eigene „Star Trek“-Serie, die als Album aufgemacht war, aber nur fünf Ausgaben lang überlebte.

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Danach versuchte der kurzlebige Gabor-Verlag, „Star Trek – Deep Space Nine“ an den Mann bringen wollte. Die im Magazinformat veröffentlichte Serie brachte es nur auf mickrige vier Hefte bevor dem Verlag die Luft ausging und die Leser wieder einmal im Regen stehengelassen wurden. Der nächste Zwischenstopp war Dino, wo man die Wildstorm-Titel verlegte. Das Material von IDW kommt bei Cross Cult, wenn auch nur ausgewählt und nicht in kompletter Form. Eine ideale Veröffentlichung hat es im deutschsprachigen Raum damit nie gegeben. Ob sich das je ändern wird?

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