Sep 022016
 

Im Rückblick werden sich die Verantwortlichen von Gold Key grün und blau geärgert haben, denn wenn sie es etwas länger ausgehalten hätten, hätte ihr Comic vom Start des ersten Kinofilms „Star Trek – Der Film“ ganz beträchtlich profitieren können.

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Da der Film erfolgreich lief – die Fans waren hungrig nach neuen Abenteuern, da war es auch nebensächlich, dass das erste neue Abenteuer recht behäbig daherkam – war es nur eine Frage der Zeit bis neue Comics zu „Star Trek“ auftauchen würden. Diesmal ergatterte Marvel die Lizenz für eine Serie. Dabei hatte der Verlag, der bereits mit „Star Wars“ sehr gute Geschäfte gemacht hatte, die Nase vor DC, das sich ebenfalls um die Rechte an „Star Trek“ bemühte. Im März 1980 wartete Marvel dann mit der ersten Ausgabe auf, die allerdings nichts Anderes als die in mehrere Teile aufgesplittete Filmadaption brachte. Damit verlängerte sich die Wartezeit auf weitere Abenteuer ganz beträchtlich. Ein Problem bei den Marvelheften war, dass keine einheitliche Linie gefunden werden konnte. Die Autoren und Zeichner von „Star Trek“ wechselten häufig, weswegen die Qualität der einzelnen Geschichten auch ganz gewaltig schwankte.

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Mit ein Grund hierfür war, dass Marvel nur die Rechte für die Verwertung des Kinofilms besaß. Das wiederum hieß, dass sich die Autoren auf nichts aus der Fernsehserie beziehen konnten. Gerade das hätte aber ungeahnte Möglichkeiten für die Comic-Serie eröffnet, da man alte Gegner und Freunde noch einmal hätte besuchen können. So aber blieb man auf den faden Film beschränkt, der keine wirkliche Grundlage bot, um darauf eine größere Zahl von Geschichten aufzubauen. Das hatte übrigens auch das produzierende Studio Paramount gemerkt, weswegen beim zweiten Kinofilm ganz beträchtliche Veränderungen vorgenommen wurden.

Für Marvel war das jedoch zu spät. Das Geschäft mit der „Star Trek“-Serie war schleppend und hielt nicht den geringsten Vergleich zu „Star Wars“ stand. Darum entschied man sich dort auch bald, das ungeliebte Serienkind, bei dem Kirk und Co. ohnehin viel zu muskelbepackt daherkamen, loszuwerden. Nach nur 18 Ausgaben legte Marvel das „Star Trek“-Experiment zu den Akten. Wieder einmal gab es nichts Neues an der Comic-Front zu berichten.

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