Okt 092015
 

Mit neuen Versionen von Flash, Green Lantern, Atom und anderen Helden erlebten die Superheldencomics eine Renaissance. Das Interesse war wieder geweckt und DC befand sich mit seinen Helden aus Stahl wieder auf dem Vormarsch. Wenige Jahre später musste man zwar die Konkurrenz aus dem Hause Marvel stark fürchten, da man dort Superheldencomics einer ganz neuen Generation erzählte, doch die kostümierten Helden an sich hatten die Bühne wieder betreten – und nichts sollte sie davon je wieder vertreiben!

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Die 60er Jahre waren eine Zeit des Erfolgs für DC. Auch und gerade durch eine Fernsehserie wie Batman wurden gänzlich neue Käuferschichten erschlossen. Ein Jahrzehnt später konnte man mit einem Erfolgsfilm wie Superman auf große Publicity setzen. Wie auch beim Konkurrenten Marvel waren die 70er Jahre für DC jedoch eine schwierige Zeit, bei der viele neue Versuche gestartet, aber auch vieles wieder eingestellt werden musste. Der vielleicht wichtigste Comic, den der Verlag in diesem Jahrzehnt veröffentlichte, war der von der Kritik gerühmte Hard-Travelling Heroes-Run von Green Lantern/Green Arrow, der eine sozialkritische Komponente von niemals zuvor gesehenen Ausmaßen aufwies.

Einer der größten Erfolge der 80er Jahre waren die Teen Titans, die Marvels Flaggschiff X-Men dichtauf folgten. Mitte des Jahrzehnts gab es die Crisis on Infinite Earths, nach der das DC-Universum neu geordnet wurde. Dementsprechend erlebte auch Superman 1986 einen Neustart, der heute immer noch relevant ist.

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In den 80er Jahren begann man bei DC, das Programm kontinuierlich in andere Richtungen auszubauen. Swamp Thing war eine Serie, die ein älteres Publikum ansprach und den Weg für den Imprint Vertigo ebnete, bei dem reifere Serien wie Sandman, Hellblazer oder Preacher ihr Heim fanden. Weitere Label wie Paradox Press oder Helix schlossen sich im Lauf der Zeit an.

In Deutschland begann das DC-Zeitalter zwar nicht mit Ehapa, bereits in den 50er Jahren gab es drei Einzelhefte zu Superman, aber erst durch diesen Verlag wurden sie hier groß. Über 20 Jahre hinweg veröffentlichte Ehapa seine Superman-Heftserie und brachte zahlreiche weitere Hefte, Taschenbücher und Alben rund um die DC-Helden heraus. Trotz dem Neustart mit dem Neuen Superman im Jahr 1987 erlosch das Interesse, sodass eine kurze DC-lose Zeit folgte. Erst mit dem Kinoerfolg von Batman hielten die DC-Helden wieder Einzug. Der Hethke-Verlag legte ein ambitioniertes, aber leider auch hoffnungslos überteuertes DC-Albenprogramm vor, das sich nur wenige Jahre hielt, und Carlsen setzte auf hochpreisige Tradepaperbacks, die hauptsächlich Batman vorbehalten waren.

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Erst mit dem Dino Verlag, der 1996 mit Superman durchstartete, konnten sich die DC-Helden wieder dauerhaft etablieren. Dino brachte neben dem Mann aus Stahl viele seiner populären Kollegen wie Batman, den Flash, Green Lantern oder die JLA nach Deutschland, musste jedoch noch fünf Jahren freudiger Veröffentlichung vor den Veränderungen des Markts kapitulieren. Nun versucht sich der Panini Verlag an den DC-Helden und präsentiert ein weitgefächertes Programm, das für jeden Geschmack etwas bereithält.

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