Sep 092015
 

Mignola hatte den Plot seiner Geschichte und war sich natürlich sicher, sie problemlos in Bilder umsetzen zu können, aber noch traute er sich nicht zu, einen ganzen Comic selbst zu schreiben. Darum wandte er sich an seinen Kumpel John Byrne und bat diesen, das tatsächliche Skript zu schreiben. Byrne ließ sich nicht lange bitten und griff Mignola unter die Arme, wobei dieser ganz genau beobachtete, wie Byrne ans Werk ging, um sich für sein eigenes Autorendebüt zu stählen.

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Den Charakter von Hellboy entwickelte Mignola, da er Monster über alles liebte und einmal den unkonventionellen Weg gehen und ein solches zum Helden seiner Geschichte machen wollte. Darüber hinaus implementierte er Wesenszüge seines Vaters in die Figur, der sich seinen Lebensunterhalt als Tischler verdiente und immer mal wieder mit blutigen Händen und Hemden zurückkam, aber die kleinen Unfälle als Nichtigkeit abtat.

Bei der ersten Geschichte redigierte Mignola Byrnes Skript und verwarf einiges an Dialog, ließ jedoch die Gedanken der Figuren, die sich in Kästchen wieder finden, unangetastet, da er dachte, dies würde den Pulp-Charakter seiner Erzählung besonders betonen. Erst später, als er selbst beginnt, die Skripte für seine Geschichten zu schreiben, verzichtet er darauf und verlässt sich auf sein Geschick als Zeichner, um Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen. Dabei lernt er auch eine nie gekannte Freiheit, denn da er auf absolut fest vorgegebene Skripte verzichtet, kann er drauflos zeichnen und sich von seinem Gefühl bis zum Ziel tragen lassen.

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„Seed of Destruction“ bildet zusammen mit der Kurzgeschichte „The Corpse“ die Basis für den Kinofilm, wobei auch noch Elemente aus „Wake the Devil“ einflossen und del Toro ein paar eigene Ideen einbrachte. Mit „Wake the Devil“ und „The Right Hand of Doom“, einer Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, begann Mignola, die mythische Herkunft seiner Figur zu ergründen. Er erklärte, dass Hellboys wahrer Name Anung Un Rama ist und er als Sohn des Biestes zum Bringer der Apokalypse werden soll. Natürlich weigert Hellboy sich, dieser Bestimmung gerecht zu werden.

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Der ersten Miniserie schlossen sich mehrere Kurzgeschichten, ein One-Shot und ein Crossover mit der Dark-Horse-Heldin Ghost an, bevor es mit „Wake the Devil“ im Juni 1996 weiterging. In dieser Geschichte jagt Hellboy einem adeligen Vampir nach und bekommt es auch wieder mit Rasputin und dessen Nazi-Schergen zu tun.

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