Mrz 202015
 

Eigentlich ist alles vorbei, wenn man erwürgt wird. Aber Rachel lebt weiter, sie kämpft sich aus dem Erdloch, in dem ihr Mörder sie verscharrt hat, heraus und wankt nach Hause. Erst scheint alles zu sein, wie immer, ihre veränderten Augen und die Würgemale am Hals sagen aber etwas anderes. Ihre Tante Johnny und ihre Freundin Jet wollen Rachel helfen, die – so die Theorie von Dr. Siemen – ein Todesengel ist. Der Tod ist in sie gefahren. Zu welchem Zweck? Das ist unklar, aber sowohl Siemen, als auch eine unbekannte Frau, nach deren Erscheinen immer jemand stirbt, haben Interesse an Rachel – und dem, was sie (vielleicht?) kann.

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Inhaltlich ist RACHEL RISING (Band 1-3, je 14,95 Euro) eine Abkehr von STRANGERS IN PARADISE, die Qualitäten dieses Comics finden sich aber auch in Terry Moores neuestem Werk. Obwohl eine Geschichte mit übernatürlichem und höchst mysteriösem Kern lebt auch dieser Comic vor allem von Moores exakten Beobachtungen und seiner Fähigkeit, seinen natürlich erscheinenden Figuren ein authentisches Eigenleben zu geben. Er benötigt nicht viele Striche und nur wenige Worte, und doch werden aus Rachel, Jet und all den anderen sofort greifbare Charaktere, Menschen, die in der Realität verwurzelt sind, was der mysteriösen Geschichte den nötigen Unterbau liefert, um nie aus dem Ruder zu geraten.

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Man will wissen, wie es, mit RACHEL RISING weitergeht, und man versteht, wieso diese Geschichte als Fernsehserie adaptiert werden soll. Weil die Kombination aus Übernatürlichem und Realem selten so gut funktioniert hat wie hier.

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