Jun 092014
 

Das Besondere an den ersten 12 Abenteuern der Justice League ist, dass Superman und Batman hier weit weniger Spielraum haben als in späteren Ausgaben. Im ersten Heft tauchen die beiden gar nur kurz auf und erklären, sie können an dem Treffen des Teams nicht teilnehmen, da sie gerade anderweitig beschäftigt sind (Superman vernichtet einen auf die Erde zurasenden Meteoritenschauer während Batman es mit zwei seiner Erzfeinde in Gotham zu tun hat). Auch in den weiteren Heften haben die zwei Big Guys nur selten Größeres zu bewältigen. Manchmal erscheinen sie eben nur, um kurz ihren Teil an der Lösung des gemeinsamen Problems beizutragen und dann schnell wieder zu verschwinden. Diese Taktik sorgte natürlich dafür, dass die Glaubwürdigkeit der Serie in diesen frühen Geschichten bedeutend größer war. Immerhin haben die fünf anderen Mitglieder des Teams genügend Schwächen, die es ihren Gegnern ermöglichen, den Sieg davonzutragen. Ein Martian Manhunter mag de facto dieselben Kräfte wie Superman haben, aber die Tatsache, dass Feuer ihn schwächt bzw. diese Kräfte ganz aufhebt, ist natürlich mit bedeutend mehr Potential als Grünes Kryptonit verbunden. Feuer kann man praktisch an jeder Ecke finden, aber Grünes K ist doch eher ein knappes Gut.

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Schon in ihrem dritten Abenteuer, „The Brave and the Bold 30“, stießen die Helden dann auf einen Schurken, der sie noch in den nächsten Jahrzehnten heimsuchen sollte. Mit dem Androiden Amazo, der in sich die gesamten Kräfte der Justice League vereinigt, schuf Fox einen Schurken, der oftmals vielseitiger, auf jeden Fall interessanter war als viele andere.

Mit dem vierten Heft der eigenen Serie wurde das Team erstmals erweitert. Der ehemalige Soldier of Victory Green Arrow schloß sich der Liga an, nur um bald in den Verdacht zu geraten, ein Verräter zu sein. Freilich stellte sich am Ende heraus, dass der gute alte Oliver Queen vollkommen unschuldig war. Jahre später hatte die Justice League es dann aber doch noch mit einem Verräter in den eigenen Reihen zu tun. Mit Heft 77 verstieß die Liga den schon seit dem ersten Auftritt extrem nervtötenden Teenager Snapper Carr, dessen einzige Fähigkeit es stets war, ununterbrochen mit den Fingern zu schnippen und der Liga aus der Patsche zu helfen, wenn wieder mal Not am Mann war.

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Der Charakter des Snapper Carr war von Fox offensichtlich integriert worden, weil man hoffte, damit ein jugendliches Publikum anzusprechen. Zu dem Zweck verpaßte der Autor seinem jugendlichen Nervtöter auch noch eine Sprache, die wohl hip sein sollte, vor allem heute aber nur noch peinlich wirkt (nicht dass sie in den 60er Jahren nicht auch schon peinlich gewirkt hätte).

Doch zurück zu den Anfängen. Mit der neunten Ausgabe legte Fox endlich die Ursprungsgeschichte der Justice League nach und mit der darauffolgenden zehnten Nummer begann das Konzept langsam Risse zu bekommen. Superman und Batman erwuchsen zu echten Mitgliedern, die sich immer mehr an den einzelnen Geschichten beteiligten. Die Folge war, dass die Geschichten oftmals an Drive zu verlieren begannen, da das Team immer größer und schwieriger zu handhaben wurde. Die Hinzufügung von Atom in der Geschichte „Menace of the Atom Bomb“ in Heft 14 tat dazu natürlich ein Übriges.

crisis

Anders als bei „All Star Comics“, wo Mitglieder das Team verließen, wenn neue Mitglieder sich der Gesellschaft anschlossen, versammelten sich in der Justice League immer mehr muntere Gesellen. Trotzdem ergab sich schon mit den Heften 21 und 22 ein echter Klassiker. In diesen beiden unsterblichen Klassikern gab es das erste Team-up zwischen der Justice League und der Justice Society. Ermöglicht wurde dieses Treffen durch die Einführung von DC’s verschiedenen Parallelerden.

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