Okt 012013
 

SUPERMAN SONDERBAND 54: „H’el auf Erden“ – das klingt im Deutschen schon recht ungelenk. Geboten ist auf sieben Heften der Reihen „Superman“, „Superboy“ und „Supergirl“ ein großes Crossover, bei dem der verlorene Sohn Kryptons auftaucht und sich mit Superman anlegt, weil der sein Erbe vergessen hat und sich mit den Insekten gemein macht. Damit sind wir gemeint. Viel Action, ein bisschen mehr charakterlicher Tiefgang wäre aber schön gewesen.

BATWING MEGABAND 1: 13 Hefte in einem Band, das liegt fett in der Hand. Wenn eine Story sich zieht, ist das nicht unbedingt das beste, aber bei BATWING besteht da keine Gefahr. Judd Winnick erzählt eine mitreißende Geschichte, die die düsteren Seiten afrikanischer Historie mit der neuen Superheldenfigur Batwing verwebt. Hier muss er gegen Massacre antreten, einen Maskierten, der die Mitglieder einer Superheldentruppe für ihr Tun zu Rechenschaft ziehen will. Spannend, mitreißend und – das am wichtigsten – mit einem packenden realen Hintergrund.

ULTIMATE COMICS: ULTIMATES 3: Teil eines großen Events, aber für sich lesbar und aufregender als alles, was sich im normalen 616 tut. Denn hier ist nicht nur die Kacke am Dampfen, die Welt steht mal richtig Kopf. Sezession von amerikanischen Bundesstaaten, Massaker an Zivilbevölkerung, Abschuss atomarer Raketen, bürgerkriegsähnliche Zustände – und dazwischen eine Präsidentenwahl, wie sie unglaublicher, aber cooler nicht sein kann.

CALINE & CALEBASSE GESAMTAUSGABE 1: Eckart Schott präsentiert mit diesem Band die wohl dickste und mächtigste Gesamtausgabe des Jahres, die mit knapp 300 Seiten schwer, aber schön in der Hand liegt. Calebasse ist ein Musketier, während sein Gaul Caline (mit Wieher-Sprachfehler) hässlich wie die Nacht finster ist, aber gerne um sich tritt, wenn sich jemand über sie lustig macht. Die in klassischer Funny-Tradition gestalteten Geschichten kennen ältere Leser noch aus Fix-und-Foxi-Zeiten. Für jüngere lohnt die Entdeckung auch, sind es doch sehr vergnügliche Abenteuer, die hier erzählt werden. Kleiner Wermutstropfen ist, dass die Faksimile-Seiten ihr Alter nicht verbergen können. Dafür gibt es viele Geschichten erstmals auf Deutsch. Eine knapp 30-seitige Einführung setzt CALINE & CALEBASSE in comic-historischen Kontext.

DEMON KNIGHTS 1: Doctor-Who-Autor Paul Cornell erzählt eine an DIE SIEBEN SAMURAI angelegte Geschichte, bei der Etrigan mit Madame Xanadu und anderen (darunter Vandal Savage) ein Dorf verteidigen muss. Prächtige, phantasievoll und richtig groß wirkende Fantasy, die weniger an Sword-and-Sorcery á la CONAN als vielmehr an komplexe Geschichten wie GAME OF THRONES erinnert.

 

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