Sep 272012
 

Da stolperte ich im WWW doch glatt über ein ganz unschönes und vor allem: leider offenbar noch aktuelles Thema Comicgeschichte. Ralf Palandt, Comicforscher, erzählte der Westdeutschen Zeitung, wofür Rechtsextremisten Comics so instrumentalisieren.

So muss Bart Simpson, unser aller Lieblings-Rabauke aus Springfield für Neonazi-Propaganda herhalten, trägt die Zahl 88 (den alphabetischen Zahlencode für „Heil Hitler“) auf dem Shirt und macht fleißig den Hitlergruß. Solche und andere geschmacklosen Darstellungen (Juden sitzen auf Geldäcken, alle Punks sind heroinabhängig, usw.) verteilte die NPD tausendfach kostenlos an Schulen. „Enten gegen Hühner“ heißt das Machwerk, in dem nette Enten (Deutsche) armen Hühnern (Ausländern) Asyl gewähren wollen und schließlich von diesen unterjocht werden. Geht’s noch?

Von Plakaten kennt man Nazi-Propaganda aus dem Dritten Reich ja zu Genüge. Jetzt habe ich gelesen, dass auch damals schon einschlägige Comic-Strips in Zeitungen erschienen und Hitlerjugend-Nachfolgeorganisationen in der Schülerzeitung quasi von der Pieke auf lernten, wie man Andersdenkende so richtig diskriminiert.

Damit, dass das weitergehen soll, sowas von gar nicht einverstanden:

Euer Sascha Maier

 

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