Aug 292012
 

„Porno-Comics neben Donald Duck im Bahnhofskiosk“ titelt der Westfälische Anzeiger fachmännisch. Zum Glück ist der Artikel recht kurz, denn was Blöderes zum Thema Comics habe ich nicht mal in den unsinnigsten Foren-Diskussionen gelesen.

 

 

 

 

„Pornografische Schriften“ lägen „unverpackt“(!) in einer Bahnhofsbuchhandlung der Stadt Hamm auf dem Verkaufstisch, „tatsächlich“ neben Donald Duck und Hello Kitty, wie die spitzfindige Tageszeitung nach eigenen Angaben beim Hören des Radios Lippewelle erfuhr. „Manga-Pornos aus Japan mit Titeln wie ‚Schulmädchen-Report‘“ – übrigens eine süße Highschool-Aufklärungsserie mit der Altersempfehlung ab 16 Jahre –  seien „Kindern frei zugänglich“, beruft sich die Print-Redaktion reißerisch auf die gehörte Radiosendung.

Westfälischer Anzeiger! Wenn Du Teenie-Comics mit Busenblitzern als Manga-Pornos aus dem – gib es zu, du hast es gedacht! – perversen Japan bezeichnest, können wir deinen Radio hörenden Redakteuren nur Empfehlen, zu einem Seminar in die Sammlerecke Esslingen zu kommen, wo wir deinen rasch entrüsteten Spießer-Mitarbeitern gerne die Unterschiede zwischen den Genres Shōnen, Yuri und Hentai mit ganz viel Anschauungsmaterial erläutern.

Setzen, 6!

von Sascha Maier

  One Response to “Medienkritik Teil I: Wenn Deppen über Comics schreiben”

  1. Schön zurück gekontert. (~.^)

    Typisch, wenn den Zeitungen nichts mehr einfällt wird halt alles ausgepackt was man vor Jahren im Keller verstaute…

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