Sep 302011
 

350 Millionen Mal verkaufte sich Asterix bis heute – öfter als „Der Herr der Ringe“. Nachdem mit dem Tod des Erzähl- und Text-Genies René Goscinny (u.a. Lucky Luke, Isnogud, Umpah-Pah) 1977 der erste große Einbruch der Serie geschehen war, ereignet sich bald, 2012, die nächste große Veränderung: Albert Uderzu hört auf. Und er sucht einen Nachfolger. Wer ist würdig, die Serie fortzusetzen?

In Kennerkreisen gilt Asterix, der nach dem Versterben von Goscinny von Uderzo nicht mehr nur zeichnerisch, sondern auch inhaltlich umgesetzt wird, als qualitativ längst nicht mehr so hochwertig wie in seinen Anfangszeiten. Aus Angst davor, jemand könnte die Figuren verschandeln, übernahm der Mitbegründer nun auch die Rolle des Szeneristen, die er sich aufgrund seiner langen Zusammenarbeit mit dem großen Autor Goscinny am ehesten zutraute. Lange lehnte Uderzo kategorisch ab, dass es überhaupt eine Nachfolge nach ihm geben könne. Dies hat sich nun geändert.

Der 84jährige Franzose kündigte einen letzten Band aus seinem Pinsel und seiner Feder für 2012 an. Dann soll Schluss sein. Noch widersprechen sich die Aussagen, was seine Erben angeht: Der Frankfurter Rundschau wollte er kürzlich keine Namen nennen, während er gegenüber dem französischen Comicmagazin „Casemate“ verlauten ließ, dass Frédéric Mébarki, langjähriger Asterix-Kolorist, als Zeichner fungieren soll. Jean-Yves Ferri, bekannt aus „Die Reise aufs Land“, hier erschienen beim Reprodukt-Verlag, könnte neuer Autor werden und die Szenarien entwerfen.

Ob das Duo – sollte es denn wirklich vom Mit-Begründer autorisiert werden – würdig ist, die Serie zu fortzuführen, wird sich erst am Praxistest zeigen. Fest steht, dass es gemessen an Uderzos Bänden, wie Goscinny vorgemacht hat, Luft nach oben gibt. Ob aber der einzigartige, nuancenreiche Charme des mit nur 51 Jahren verstorbenen erreicht werden kann? Wir glauben es nicht.

 

 

  One Response to “Uderzo sucht Asterix-Nachfolger”

  1. Leider hat Uderzo selbst die Asterix Serie verschandelt. Bis auf den ersten von Uderzo geschriebenen Band, “ Der große Graben „, der wohl noch auf eine Ursprungsidee von Goscinny zurückgeht, sind alle Bände textlich schwach. Der vorletzte Band ( Disney, Aliens, Superhelden ) wirkte auch mich wie eine Parodie. Den letzten Asterix Band konnte ich noch nicht mal zuende lesen.

    Bei allen Verdiensten die Uderzo hat, ein guter Autor war er nie. Ein neues Team könnte die Serie wieder beleben.
    Zwar waren die letzten Morris Luky Luke nie so schlecht wie die letzten Asterix, aber das neue Team hat die Serie auch wieder belebt.

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