Jul 262011
 

Als suche er eine Antwort auf das Unfassbare, das sich in Norwegen zugetragen hat und als wollte er klarstellen, dass sein Fundalismus der irrere ist, hat der Dschihadist Abu Laith al-Yemeni folgendes ausgetüftelt: Einen Comic herauszubringen, der vor allem Kinder in der islamischen Welt dazu erheitern soll, den ehrenwerten „Beruf“ des Gotteskriegers zu erlernen. Das Werk solle eine „bildende Produktion“ werden, um junge Muslime über das „edle Leben der Mudschaheddin“ aufzuklären, berichtet die WELT über die Internetseite der Online-Dschihadisten. Einziger Haken: Das islamistische Bildverbot, Menschen darzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

al-Yemeni geht innerhalb seiner Kreise pedantisch nach Vorschrift vor: „Ich werde natürlich die Propaganda-Abteilung der al-Qaida im Jemen zuerst um Erlaubnis bitten, bevor ich mein Werk im Internet präsentiere“, auf einen Kommentar hin, der auf das Bildverbot hinweist. Die Option, Don Rosa als Zeichner für eine nach Entenhausen verfrachtete Geschichte zu kontaktieren, wo die zum Islam konvertierten Panzerknacker den Geldspeicher nicht mehr ausrauben, sondern als ultimatives Symbol des Kapitalismus samt sich selbst in die Luft jagen wollen, scheidet auch aus: Das Bildverbot im strengsten Sinne interpretiert schließt nämlich auch Tiere ein, egal, ob im religiösen oder profanen Kontext.

In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Von Sascha Maier

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