Jun 112011
 

Das Schreckenszenario, dass Japan von einem Atomkollaps verwüstet wird, findet in Mangas immer wieder Aufarbeitung. Natürlich hallt hier das Schreckenstrauma von Hiroshima und Nagasaki nach, doch ist heute in Anbetracht der drohenden Katastrophe in Fukushima weit mehr als Geschichtsbewältigung.

Die Japanische Atombehörde hat jetzt sogar einen Comic veröffentlicht, der erläutert, wie man sich bei einem nuklearen Ernstfall verhalten sollte. Hier einige prominente Manga-Werke, die sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben:

1.) Godzilla

Hier fast nur aus den Filmen bekannt, fand Japans wohl berühmtester Export seiner Popkultur den Weg natürlich auch ins Manga. Das von amerikanischen Atomwaffentests erschaffene Monstrum wurde 1954 ganz klar politisch motiviert auf die Leinwand gebracht. Nachdem es Kultstatus erhielt, wechselte es in den zahllosen Fortsetzungen mehrfach die Seiten und die actionreiche Monsterschau löste in der öffentlichen Wahrnehmung die Kritik an Atomkraft ab.

 

2.) Akira

Einer der größten Meilensteine der Manga-Geschichte spielt im postatomaren Tokyo. Die nach dem Dritten Weltkrieg angesiedelte Geschichte beschwört gleich noch eine Apokalypse durch die titelgebende Superwaffe in Knabengestalt herauf. Die auf zwei Teile angelegte Realverfilmung (Starttermin unbekannt) dürfte selbst bei schlimmster Entwicklung in Tokyo nicht durch die Realität als zu makaber gefährdet sein: Warner Brothers hat die Story nach New Manhatten verlegt.

 

3.) Barfuß durch Hiroshima


Das autobiografische, preisgekrönte Meisterwerk von Keiji Nakazawa erzählt die Atombombenexplosion auf nüchterne und ernüchternde Weise – richtet den Fokus der Kritik aber klar auf Krieg und Nuklearwaffen. Die Gefahren durch den GAU werden hier nur im übertragenen Sinne behandelt. Dennoch zeigen gespenstische Darstellungen von Strahlungsopfern deutlich den Schrecken, der dem japanischen Volk aktuell droht.

 

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